Pudelspiegel September 2007

Liebe Pudelfreunde,

manchmal kann man sein Glück kaum fassen! Nachdem wir – überglücklich – im vergangenen Spätsommer unseren neuen Hundeplatz beziehen konnten (wir berichteten) und dort auch unseren Baumwagen aufstellen durften, der uns bei schlechten Wetterverhältnissen Unterschlupf gewährte (Raum ist in der kleinsten Hütte….), durften wir in diesem Frühjahr – diesmal waren wir ganz aus dem Häuschen – das auf dem Hundeplatz befindliche Gebäude nutzen.

Das Haus stand schon seit längerem leer. Der Zahn der Zeit hatte deutlich seine Spuren hinterlassen, es gab keinen Strom und kein Wasser, Fenster waren beschädigt, Fußboden schadhaft, aber: Es war ein Heim! Es bot die Dinge, die man auf dem Hundeplatz am nötigsten braucht: Eine Toilette, fließend Wasser und einen Raum für Zwei- und Vierbeiner. Der Jubel bei den Schleswig-Flensburgern war riesengroß! Die Kreativität und die Energie mit der die Arbeiten in Angriff genommen wurden, stehen einfach für unsere Gruppe. Binnen weniger Wochen wurden die Sanitär-Anlagen nutzbar gemacht, der Fußboden ausgebessert und saniert, die Wände gestrichen, eine Küche eingebaut, Fenster abgedichtet und gründlich sauber gemacht. Viele Tage wurden zu „Aktionstagen“, in denen jeder sein Bestes gab und (hier drohe ich heimlich, still und leise mit dem mahnenden Zeigefinger) so manch einer über seine körperlichen Kräfte hinaus werkelte und schaffte.

Noch lange sind wir nicht fertig, aber die Schleswig-Holsteinischen Berge haben wir höchstpersönlich auf unserem Hundeplatz bereits versetzt. Um nicht zu sagen: Der Winter kann kommen, wir haben es jetzt nett und gemütlich.

An dieser Stelle fällt es mir schwer, die Danksagungen an all diejenigen, die unermüdlich arbeiten, helfen, spenden und mit Rat und Tat zur Seite stehen, angemessen auszusprechen. So oft trifft man nicht den richtigen Ton, vergisst vielleicht eine besondere Aktion, ein besonderes Engagement – daher versuche ich ein absolutes Himmelfahrtskommando: Liebe Schleswig-Flensburger! Bitte klopft euch auf beide Schultern und seit gewiss: Ihr seid einfach sagenhaft, mit euch kann man auch Pferde stehlen und Bäume ausreißen. Herzlichen Dank! (Nur für die Akten: Wir stehlen natürlich keine Pferde. Pudel übrigens auch nicht).

Nach einem sonnigen, fast zu warmen Frühling kam der nasse, windige Frühsommer nach Schleswig-Holstein. Wir hatten unseren ersten Trainingsausfall seit Bestehen unserer Agility-Gruppen, der (im Sommer!) auf schlechtem Wetter beruhte. In der Tat hatten wir Sorge, dass unsere Hunde vom Steg gepustet werden.

Daher war es schon fast ein Wunder, dass am 08.07.2007 ein stabiles, windiges und vor allem trockenes Wetter unser diesjähriges Pudelrennen zu einem schönen Tag machte. (Wenn Engel reisen oder auch: Wenn die Schleswig-Flensburger Pudel rennen). Mit 51 Meldungen konnten wir zufrieden sein und viele Gruppen bei uns begrüßen. Neben zwei Renndurchgängen und gutem Essen gab es während der Auswertung einen Staffellauf, bei dem Hund und Hundeführer ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten. Es galt Bälle auf Löffeln durch einen Slalom zu bugsieren, Hunde unter Stühlen durchzulotsen und so schnell wie möglich die Bahn für den Nachfolger frei zu geben. Vielen Dank an alle Mitstreiter!

Unsere Mitglieder waren wieder fleißige Salat-Zubereiter, Konditoren und Waffelbäcker. Danke euch allen. Das Küchenteam bewältigte Berge von Geschirr, belegte unzählige Brötchen, kochte Kannenweise Kaffee, packte Naschi-Tüten und schenkte Kaltgetränke aus. Allen ein herzliches Dankeschön.

Unser Rennteam hatte an diesem Tag mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. So hatte ein „Spaßvogel“ vor Beginn des Rennens den Parcours mit mehreren Handvoll Trockenfutter verziert. Das Einsammeln kostete die schnell herbeigestürmten Helfer eine gute halbe Stunde – es war uns wichtig, dass jedes Team die gleichen Chancen erhält und alle Hunde gut abschneiden. Also wurde die Rennstrecke peinlich genau abgesammelt. Mit dem so gesammelten Trockenfutter konnten wir mehrere Tütchen füllen. Wir appellieren noch einmal an alle hundebegeisterten Sportler und Freizeitsportler: Solche Aktionen sind für keine Gruppe schön und erfordern unnötige Arbeit. Ein herzliches Dankeschön an unsere Gäste, die diese Wartezeit mit Geduld und Humor trugen und mit ihren Hunden fantastische Ergebnisse erzielten.

Der Wanderpokal ging in diesem Jahr an die „Hüttener Berge“ – Balou stellte mal wieder mit Margit Nielsen unter Beweis, dass Pudel fast fliegen können. Herzlichen Glückwunsch zum „Tagesbesten Pudel“.

Und wie sieht unsere Planung für den Rest des Sommers aus? Wir werden auf unserem Rasentrecker so manche Runde über den Platz drehen, fleißig für die unterschiedlichsten Prüfungen üben und mit unseren Hunden die Zeit genießen.

Ihnen und euch allen wünschen wir einen freundlichen Sommer und goldenen Herbst. Den Sportlern viel Erfolg und viele schöne gemeinsame Tage auf den Hundeplätzen.

Bis zum nächsten Pudelspiegel viele liebe Grüße von

den Nordlichtern

Gruppe Schleswig-Flensburg